Hachidori Dojo
Hachidori Dojo

Pressemitteilung vom Januar 2015

Ninja und Samurais in Ulm

Ninjutsu ist eine japanische Kampfkunst (früher Kriegskunst), die ihre Wurzeln in der über eintausend Jahre alten Lehre der historischen Ninja-Schulen hat. Wörtlich übersetzt bedeutet Ninjutsu „die Kunst des Erduldens“, weil Geduld, Ausdauer und Selbstdisziplin zu den entscheidenden Tugenden der Ninja gehörten. Unterrichtet werden die traditionellen Samurai- und Ninja-Prinzipien, aber auch Grundsätze, die auf die heutige Zeit anwendbar sind. Die drei größten Ninjutsuorganisationen sind Genbukan, Jinenkan und Bujinkan („Haus des göttlichen Kriegers“).

Der 83-jährige Japaner Masaaki Hatsumi (genannt „Soke“) ist seit 1972 das Oberhaupt des Bujinkan. Im japanischen Haupthaus („hombu dojo“) in Noda bei Tokio unterrichtet er persönlich bis heute, die Meistergrade der ganzen Welt. In Deutschland wurde die Kunst erstmalig 1980 ausgeübt.

 

Seit rund 25 Jahren beschäftigt sich der Ulmer Trainier Stefan Bencik mit Ninjutsu. Nach diversen anderen Sportarten fand er seine Aufgabe in dieser Kunst. Bencik spricht von den Anfängen - von einem guten Lehrer - und von dem Zeitpunkt, an dem er seinen eigenen Weg gehen und mit anderen teilen wollte. 1995 gründete er mit einem Tag der offenen Tür sein eigenes Dojo („Übungshalle“) in Ulm-Gögglingen – das „Hachidori Dojo“. Zeitgleich unterstütze er zehn Jahre lang als Co-Trainer ein befreundetes Dojo in Burlafingen und erhielt für diese Leistung die Ehrenmedaille vom bayerischen Sportbund. Mit durchschnittlich zehn Schülern zwischen acht Jahren und 50 Jahren plus, konnte Bencik die Trainingszeiten im eigenen Dojo schnell ausweiten und größere Räumlichkeiten beziehen. Dort unterrichtet er Techniken ohne Waffen, Techniken mit sämtlichen traditionellen japanischen Waffen und eine separate Samuraischule mit Schwerttraining. Dank der freundschaftlichen Verbundenheit zu anderen Dojo`s im Ulmer Raum, können hochrangige Lehrer in regelmäßigen Abständen eingeflogen werden und entsprechend große Seminare angeboten werden. „Das ist für mein eigenes Weiterkommen entscheidend“ erzählt Stefan Bencik, der im Januar 2015 sein 20-jähriges Dojo-Jubiläum feiert.  „Ich bin es meinen Schülern schuldig, mich selbst stets fortzubilden, um ihnen ein fundiertes Training bieten zu können.“ Die älteste Schülerin seiner Gruppe begleitet ihn fast seit dem ersten Tag - der ranghöchste Schüler trägt inzwischen den 9. Dan (Meistergrad).

 

„Wenn ich mit meinen Schülern in Japan bin und dem Großmeister zusehe, dann weiß ich, dass ich nichts weiß.“ Stefan Bencik ist Träger des 15. Dan und hat damit die höchste Graduierungsstufe im Bujinkan erreicht. Sein Dojo ist aktiv und genießt einen sehr guten Ruf, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Am Ziel ist er jedoch noch lange nicht, wie er berichtet. „Im Bujinkan könnte man eintausend Jahre alt werden und wäre dennoch nicht fertig. Nicht die schwarze Kleidung macht einen guten Kampfkünstler aus, sondern der gute Mensch, der sich darunter verbirgt.“

 

Im Hachidori Dojo wird die Gemeinschaft groß geschrieben. Es wird viel mehr gelehrt als die reine Kampfkunst – die Schüler lernen Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu üben und sich gegenseitig zu stützen. Es geht darum mit dem Leben besser fertig zu werden, seinen Weg zu gehen und immer wieder aufzustehen. „Der Anfang ist oft schwer, doch dann findet man seinen inneren Freund und man begreift plötzlich“ versucht Bencik das Training zu beschreiben. „Grundsätzlich gilt je mehr Schüler, umso besser – doch lieber habe ich nur einen Schüler, der wirklich will, als hundert Schüler die nur da sind.“

 

Natalie Leyhausen /  Januar 2015

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